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Knöpfe


Metallknöpfe

Eine ganz besonders große Bedeutung in der Knopffabrikation gebührt dem Metallknopf.

In Form von Münz- und Talerknöpfen diente er im 18. Jahrhundert als Kapitalanlage
und in bauerlichen Kreisen sogar als Zahlungsmittel.

In Notzeiten musste daher manch ein Bauer nicht sein letztes Hemd, wohl aber seinen letzten Knopf opfern.
Im 19. Jahrhundert wurde schliesslich die Handarbeit von der maschinellen Knopfproduktion verdrangt.
Von dieser Gegebenheit profitierte der Metallknopf ganz besonders.

Die Voraussetzung für die Herstellung der in der Herrenmode so beliebten Wappenknöpfe war geschaffen.
Dieser Knopf hat bis heute seinen Platz auf dem Herrenblazer nicht eingebüßt und gilt zudem als Vorläufer der Knöpfe mit heraldischen Motiven.
Wappenknopfe wurden als Militar- Beamten- und Livreeknöpfe zahlreich in Anwendung gebracht.

Die soziale und dienstliche Stellung eines Mannes war fortan an seinen zur Schau getragenen Knopfen erkennbar.
Im Militarbereich ließ der Knopf Regiment und Dienstgrad gewahr werden und im Trachtenbereich stellt er bis heute ein unentbehrliches Status- symbol dar.

Für die Herstellung von Metallknöpfen wird in erster Linie Messing, Aluminium und Stahl verwendet.

Das Rohrnaterial wird in Form von Blechen, Rollen und Tafeln eingesetzt. Die dünnen Bleche können durch Ausstanzen oder Schmelzen ohne großen Aufwand in die gewünschte Form gebracht werden.

Mit unterschiedlichen Galvanikverfahren ist es möglich, die Knöpfe zu vergolden, vernickeln, verkupfern oder chemisch zu oxidieren (Alteffekt).
Der gestanzte Metallknopf besteht aus Oberteil (Schale) und Unterteil.
Er hat ein massives Äußeres und liegt schwer in der Hand.

Der galvanisierte Kunststoffknopf ist daher mit seinem extrem leichten Gewicht zu einer realen Konkurrenz für den Metallknopf geworden.

Dieser wird heute vermehrt mit Steinnuß, Holz und anderen Materialien kombiniert.

1. Welche Bezeichnung ist handelsüblich?

Metallknopf

2. Aus welchem Rohstoff werden gestanzte Metallknöpfe hergestellt?

Messing, Neusilber, Aluminium und Stahl werden für diese Knöpfe verwendet.

3. Wie sieht das Rohmaterial aus?

Das Material wird in Form von Blechen, in Rollen und Tafeln angeliefert. Die dünn gewalzten Bleche lassen sich leicht verformen. Messing ist eine Legierung von 85 % Kupfer und 15 % Zink; Neusilber besteht aus 64 % Kupfer, 24 % Zink und 12 % Nickelersatzstoffe.

4. Welche Technik wird bei der Herstellung von gestanzten Metallknöpfen verwendet?

Der gestanzte und mehrteilige Metallknopf, der aus Oberteil ( Schale ) und dem Unterteil besteht, sieht meist wuchtig aus, ist aber trotzdem leicht im Gewicht. Die dünnen Bleche konnen ohne graßen Werkzeugverschleiß zu Knöpfen verarbeitet werden. Typische Arbeitsgange sind schneiden, stanzen, pressen, ziehen, biegen, bordeln, prägen und polieren. Es lassen sich gute Oberflächeneffekte erzielen. Verfahren des Oberflachenfarbens sind chemisch goldfarben, beizen ( gelbbrennen ), galvanisch veredeln, verkupfern oder zusatzlich chemisch oxydieren ( Alteffekt ). Außerdem werden diese Knopfe gern mit anderen Werkstoffen kombiniert, wie Perlmutter, Glas, Holz, Kunsthorn.

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