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Knöpfe


Steinnussknöpfe

Ursprünglich war das an Elfenbein erinnernde Material als Ballast für frachtlose Schiffe aus Amerika gedacht.
Seitdem hat es eine erstaunliche Karriere gemacht.
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Steinnuss in Europa bekannt und fand schon bald seine Verwendung in der Damen- und Herrenbekleidung.
Zunächst verarbeitete man das Material in simplen Zweilochformen, mit floralen und geometrischen Oberflächen oder mit Silberpunktgravuren.

Eine neue Hinwendung zur Natur war Anfang der sechziger Jahre der Auslöser fur eine Wiederentdeckung der Steinnuss als Knopfmaterial.
Dies wurde nicht nur von ausgesprochenen Ökofreaks befürwortet, sondern von der gesamten Modewelt als neue Anregung aufgenommen.

Die Steinnuss wächst bevorzugt in Ecuador und trägt pro Ernte durchschnittlich 20 kopfgroße Fruchtkolben, die wiederum 60-80 Nüsse enthalten.
Diese Nüsse, groß wie ein Hühnerei, haben außen eine dünne braune, leicht ledrige Schale und sind innen weiß marmoriert.
Erst nach dem Austrocknen werden sie zu dem beliebten Material, das so viele positive Eigenschaften in sich birgt.
Es blättert und bricht nicht und hält sogar jedem Härtetest stand.
Diese Tatsache ist neben Form und Farbe verantwortlich fur den Namen "Steinnuss".

Nach dem Austrocknen werden die noch weichen Kerne in Scheiben geschnitten, die dann, ähnlich wie bei Kunststoffknöpfen, spanabhebend verarbeitet werden.
Eine besondere Technik erlaubt das Einfärben in jeder beliebigen Modefarbe, ohne daß die Steinnussknöpfe ihre einzigartige, unnachahmliche Schattierung verlieren, die den natürlichen Ursprung kennzeichnet.

Damit ist die Steinnuss das einzige Naturprodukt, das sich fur aIle Farbnuancen eignet.

1. Welche Bezeichnung ist handelsüblich?

Steinnußknopf

2. Aus welchem Rohstoff werden Steinnußknöpfe hergestellt?

Aus dem knochenharten Samen der südamerikanischen Steinnußpalme.

3. Wie sieht das Rohmaterial aus?

Die Steinnüsse sehen den Kastanien ähnlich. Die kommen von Kastanien- bis Faustgröße vor. Die Außenschale ist ledrig, das Fleisch elfenbeinfarbig. Wegen das Aussehens und der Härte wird die Steinnuß auch "Pflanzen-Elfenbein" (vegetable ivory) genannt.

4. Woher kommen die Steinnüsse?

Die Steinnuß ist die Frucht von einer Palme, die bis zu 20 Fruchtkolben am Stamm tragt. Ein Fruchtkolben, auch Schote genannt, enthalt 60 - 80 Nüsse. Die verschiedenen Arten werden nach ihren Verschiffungshafen benannt. Herkunftsländer der echten Steinnüsse sind: Ecuador, Kolumbien, Panama, Peru; Steinnüsse aus Ecuador eignen sich für die Knopfherstellung besonders gut.

5. Welchen Technik wird bei der Herstellung von Steinnußknöpfen angewendet?

Bei der Knopfherstellung werden spanabhebende Bearbeitungsverfahren angewendet. Für ein Kilo fertige Knöpfe werden bis zu drei Kilo Rohstoff benötigt. Die getrockneten Steinnüsse sind hart. Das Material läßt sich sägen, fräsen, splittert wenig beim Abdrehen ( Drechseln ), läßt sich pressen, nimmt die Farbe leicht auf und lät sich gut auf Hochglanz bringen. Die Marmorierungseffekte werden durch einen Spritzvorgang mit Schablonen erzielt. Um Schatteneffekte zu erreichen, konnen gefärbte und lackierte Knöpfe gepreßt werden.

6. Welche Pflegehinweise sind zu beachten?

Der Knopf fällt durch herrliche Marmorierungseffekte auf, die man ihm mit Vorliebe gibt. Berührungen mit dem heißen Bügeleisen hält er aus. Als typischer Herrenkleiderknopf genügt er allen Ansprüchen. Normale Kleiderreinigung übersteht der Steinnußknopf ohne Schaden.

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